Warum ich ein Apple-Fanboy bin und was das mit Marken zu tun hat

September 13, 2016

Leute, die mich kennen, wissen: Ich zähle zu diesen unbekehrbaren Apple-Jüngern. Und für die, die mich noch nicht kennen: Werft mal einen Blick auf den Blogtitel! ;) Nach meinem ersten iPod vor vielen Jahren wuchs meine Apple-Familie stets heran. Vom iPhone über das iPad, dem MacBook Pro bis hin zur Apple Watch und dem Apple TV. Und was anderes kommt aus Prinzip schon nicht ins Haus. 

 

 

Das mag naiv oder stur klingen. Nachdem es vor fünf, sechs Jahren noch diesen enormen Coolness-Faktor hatte, ein iPhone zu besitzen, besitzt heute jeder eins. Und trotzdem bin ich noch hoch zufriedener Apple-Kunde. Das liegt einerseits an der zuverlässigen Funktionalität, an der benutzerfreundlichen Software und dem schönen Design. Aber das können vielleicht auch andere Anbieter. Wäre damals Samsung der Trend gewesen, wäre ich heute damit wahrscheinlich zufrieden.

 

Und doch hebt sich Apple durch eine Sache von all seinen Konkurrenten ab. Apple ist die wertvollste Marke der Welt. Warum ist das ein Grund für mich, Apple-Produkte anderen Produkten vorzuziehen? In einer kleinen Forschungsarbeit während meines Studiums habe ich mich damit beschäftigt, welcher Einfluss Marken-PR im Kontext der Markenführung auf das öffentliche Vertrauen in ein Unternehmen hat. Dazu musste ich mich im Theorieteil genauer mit der Marke und ihren Funktionen auseinandersetzen. 

 

Eine Marke im Sinne einer Markierung dient dazu, dass Konsumenten Produkte von anderen unterscheiden können. Das gibt Orientierung für die Kunden, die einzelne Merkmale den unterschiedlichen Marken zuordnen können. Damit einher geht eine sogenannte Kontinuitätserwartung: Wenn ich dieses Produkt wieder kaufe, kann ich mich darauf verlassen, dass ich ein gutes Produkt erwerbe. Ein Produkt, welches meinen Ansprüchen gerecht wird oder diese noch übertrifft. Und da Kunden nicht jedes technische Detail eines Smartphones aller Hersteller objektiv vergleichen können, treffen sie in der heutigen Zeit immer häufiger Entscheidungen für oder gegen ein Produkt anhand der Marke.

 

Und wie gut Apple das geschafft hat, ist - auch, wenn man die Marke nicht mag - beeindruckend. Apple Produkte sind einfach, benutzerfreundlich und schön. Sie mögen ihre Nachteile haben, aber für viele Menschen ist das Markenerlebnis entscheidender. Vom Apple-Store über die Verpackung bis hin zum Erscheinen des Apfel-Symbols beim ersten Einschalten eines neuen Geräts mehr Wert als die reine Funktionalität. 

 

Einerseits bin ich damit wohl der Vorzeige-Konsument, der auf jeden Marketing-Trick des Unternehmens hereinfällt. Dazu stehe ich gerne. Jeder hat seine Schwächen. Aus einem Grund: Aufgrund meines Studienfachs beschäftige ich mich damit, wie Unternehmen bestimmte Images und Vorstellungsbilder aufzubauen versuchen. Auch lerne ich, was alles dazu gehört und wie viel Arbeit dahinter steckt. 

 

Und da Apple das einfach am besten macht, zolle ich dafür meinen Respekt, indem ich gerne einen höheren Preis für ein tolles Gerät ausgebe. Wenn ich in meinem zukünftigen Job viel Arbeit in den Aufbau eines Markenimages stecke, möchte ich schließlich auch dafür entlohnt werden. 

 

„Da bezahlst du doch nur die Marke“, heißt es oft. „Gerät XY kann das gleiche und kostet nur die Hälfte“, geht es weiter. Mit dem Unterschied, dass es kein Unternehmen vorher geschafft hat, so viele Menschen mit guten Produkten und einer starken Marke derart zu begeistern. Und im Zweifel ist eine starke Marke bei einer Kaufentscheidung bedeutsamer als ein „fehlender“ Klinkenstecker.

 

Also, jetzt wisst ihr, warum ich ein großer Apple-Fanboy bin. Und ich werde es weiterhin sein. Das neue iPhone ist geordert. :) 

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Mit Bart und Mac

Hey. Mein Name ist Jan. Auf "Mit Bart und Mac" teile ich meine Erfahrungen zum Thema Studium, Praktika & Jobs sowie Trends aus dem Feld der Kommunikation. 

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