Meine Absolventenfeier: Was ich in 3 Jahren Studium gelernt habe

September 20, 2016

Am gestrigen Montag fand die Absolventenfeier meines Studiengangs an der HS Hannover statt. Damit ist mein Bachelorstudium Public Relations offiziell beendet. Obwohl ich seit Wochen keine Uni mehr hatte und auch mein Zeugnis schon in Händen halte, war dieser Abschlussabend doch noch mal etwas ganz besonderes. 

 

Es war noch einmal schön, mit den Menschen, mit denen ich drei Jahre in Seminaren saß, anzustoßen. Sich auch mal selbst auf die Schulter zu klopfen. Das muss auch manchmal sein. Sich darüber zu freuen, dass man es geschafft hat. Aber neben emotionalen Reden und gutem Sekt war das Event noch für etwas anderes gut.

 

 

Die Absolventenfeiern bot für mich den Anlass, über die drei Jahre nachzudenken. Und was ich von ihnen mitnehme. Natürlich einen Abschluss. Einen akademischen Titel. Im Hannoverschen PR-Studium werden eine Reihe an wertvollen Qualifikationen vermittelt, die einen gut auf die Herausforderungen des Berufsfeldes vorbereiten. Doch wie das so ist: besonders viel aus der Multiple-Choice-Klausur aus dem ersten Semester ist heute nicht mehr präsent. 

 

Waren die drei Jahre also eine verlorene Zeit? Sicherlich nicht.

 

Während meiner Studienzeit lernte ich, was PR ist und wofür es gebraucht wird. Ich lernte die Kommunikationswissenschaft und die Praxis kennen, entwickelte eine Vorstellung der Branche und der Herausforderungen der Zukunft. Und ich lernte, dass sich PR nicht aus dem Lehrbuch ergibt, sondern eine umfassende, herausfordernde und hochspannende Tätigkeit ist.

 

Auch hilft die Studienzeit, ein Profil auszubilden. Gerade im Bachelor lernte ich viele Bereiche meines künftigen Jobs kennen. Durch unterschiedliche Seminare, Praktika, Nebenjobs und Vereine lernte ich meine Interessen immer besser kennen und konnte mich auf den Berufseinstieg vorbereiten. 

 

Neben fachlichen Qualifikationen half mir das Studium, auf zwischenmenschlicher Ebene dazuzulernen. Wie arbeitet man am besten im Team? Was kann man machen, wenn nicht alles rund läuft? Wie ticken Dozenten und worauf kommt es im Studium an? Ich kam der Beantwortung dieser Fragen durch mein Studium ein Stückchen näher.

 

Außerdem lernte ich mich, meine Stärken und meine Schwächen besser kennen. Heute gehe ich zum Beispiel ganz anders in ein Vorstellungsgespräch als noch vor dem Studium. Durch viele Seminare, Präsentationen, Hausarbeiten und Klausuren erkannte ich, was ich bereits kann und wo noch Nachholbedarf besteht. 

 

Wer sich also durch langwierige Wochenendseminare, nervenaufreibende Hausarbeiten oder einer nicht reibungslosene Gruppenarbeiten quält, denkt daran: Irgendwann steht ihr auf eurer Absolventenfeier und erkennt, wie unglaublich ihr an diesen Herausforderungen gewachsen seid. Und, dass nichts davon umsonst war.

 

 

 

Für mich hat sich das gestern ganz unerwartet gezeigt. So wurde mir der Preis für die beste Bachelorarbeit im Studiengang „Public Relations“, Abschlussjahrgang 2016 verliehen. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Leute, die dazu beigetragen haben. Danke. 

 

 

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Mit Bart und Mac

Hey. Mein Name ist Jan. Auf "Mit Bart und Mac" teile ich meine Erfahrungen zum Thema Studium, Praktika & Jobs sowie Trends aus dem Feld der Kommunikation. 

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© 2018 Jan Reinholz