Wie mache ich mich zur Employee Brand?

January 26, 2017

 Jungen Absolventen der Medienbranche stehen vor einem Problem: Sind sie in Zeiten von Studium und Praktika noch hochmotiviert und optimistisch, gerät diese Einstellung spätestens zum Berufseinstieg an ihre Grenzen. Dann nämlich wird klar: Hier hat keiner auf mich gewartet. Die Jobsuche gestaltet sich schwierig. Zu groß ist der Markt an gut ausgebildeten Nachwuchskräften.

Eine Lösung könnte darin liegen, sich selbst als Marke zu positionieren. Analog zum „Employer Branding“, bei dem der Arbeitgeber versucht, sich gut im Arbeitsmarkt zu präsentieren, beschreibt „Employee Branding“, seinen individuellen Wert als Arbeitnehmer deutlich zu machen.  
 

 

Marken dienen im Allgemeinen dazu, sich durch ein vermitteltes Selbstbild von der Konkurrenz zu differenzieren. Klassischerweise geht es dabei um ein Instrument des Marketings mit Bezug auf konkrete Produkte. Aber auch Personen können Marken sein; nicht nur Prominente, auch jeder einzelne Arbeitnehmer kann sich als Marke positionieren. Damit macht er potenziellen Arbeitgebern klar, wofür er steht, wodurch er sich von anderen unterscheidet und letztlich warum gerade er für eine zu besetzende Stelle besonders geeignet ist.

 

Möchtest du dich etwas mehr um deine eigene Marke kümmern, solltest du dich zunächst fragen: Was unterscheidet mich von anderen? Was kann ich besonders gut? Es gilt, die zentralen Stationen der Ausbildung und Karriere klar herauszuarbeiten und daraus abzuleiten, was davon für die weitere Karriere von Vorteil ist. Hier lassen sich auch Schwerpunkte ausmachen, etwa was die eigenen Interessen und besonderen Fähigkeiten betrifft. Erst wenn dies klar ist, solltest du dazu übergehen, konkrete Maßnahmen zur Bildung deiner „Employee Brand“ zu entwerfen.

 

 

Besonders in Zeiten der Digitalisierung bieten sich vielfältige Möglichkeiten, um eine persönliche Marke aufzubauen, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Es ist kein Geheimnis mehr, dass Arbeitgeber vor einem Gespräch den Namen des Bewerbers googlen. Deshalb ist es entscheidend: Wie und in welchem Kontext tauche ich dort auf?

Mit Profilen auf Netzwerken mit Businessschwerpunkt - allen voran Xing und LinkedIn - macht man sich leicht in Suchmaschinen auffindbar. Sorge dafür, dass eben diese Profile gut gepflegt und auf aktuellem Stand sind. So haben mögliche Arbeitgeber gleich einen guten Überblick über dich und sehen, dass dir der Beruf und deine Karriere wichtig sind. Was etwa Xing genau bringt, habe ich hier schon einmal beschrieben

 

Beispielhafte Profilübersicht im Business-Netzwerk LinkedIn

 

Auch durch andere Aktivitäten lässt sich die Sichtbarkeit in Suchmaschinen erhöhen. Mittels Gastbeiträgen auf Blogs kann dein Name im beruflichen Kontext auftauchen. Studentische PR-Initiativen bieten zum Beispiel auch die Möglichkeit, sich mit Nachberichten oder Interviews auf der Website zu verewigen. So sehen zukünftige Arbeitgeber etwa schon, ob du schreiben kannst und welche Themen dich konkret interessieren.

Ebenfalls bietet die Twitter die Möglichkeit, durch Retweets und eigene Tweets Interessen und Schwerpunkte mit anderen zu teilen. Auch hier kannst du einfach zeigen, dass du dich am Branchendialog beteiligst und am Puls der Zeit bist. Wenn du noch nicht bei Twitter bist, dann solltest du mal das hier lesen

 

Nicht zu unterschätzen ist trotz der vielen Möglichkeiten des Internets die altbekannte Mundpropaganda. Ob in der Uni mit Professoren und Kommilitonen oder im Rahmen von Praktika, Nebenjobs oder Werkstudententätigkeiten: Überall kommst du mit Menschen in Berührung, die eventuell bei anderen ein gutes Wort über dich einlegen könnten. Sorge also dafür, dass du überall einen guten Eindruck hinterlässt. Gerade die PR-Branche ist klein - das kann ein großer Vorteil sein, aber natürlich auch ein Nachteil. Besonders für Einsteiger ist es deshalb wichtig, sich schon vor dem Jobeinstieg einen (positiven) Namen zu machen.

 

 

 

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Mit Bart und Mac

Hey. Mein Name ist Jan. Auf "Mit Bart und Mac" teile ich meine Erfahrungen zum Thema Studium, Praktika & Jobs sowie Trends aus dem Feld der Kommunikation. 

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© 2018 Jan Reinholz